Mein Leserbrief zum Artikel „Schau weg“ in der Jungle World 49/06:

„Deutsch-konservativ bei Hörzu
Schade, der Artikel zu der Zeitung Hörzu fiel doch reichlich unkritisch aus. Ist doch das Blatt in jüngster Vergangenheit durch eine rassistische und kolonialistische Werbung aufgefallen: Auf den Werbeplakaten ist eine traditionell gekleidete afrikanische Frau mit Tellerlippe dargestellt, die sich in den Händen eines westlich gekleideten weißen Schlipsträgers befindet. Dazu der Spruch: »Irgendwann nimmt man nicht mehr irgendwas.« Ebenso unerwähnt bleibt, dass der rechtsextreme Aktivist Joachim Siegerist (u.a. Vorsitzender der »Deutschen Konservativen«) eine Zeit lang Chefreporter des Springer-Blatts war. Auf der Homepage der Organisation »Deutsche Konservative« von Siegerist heißt es dazu: »Strauß scheiterte als Kanzler-Kandidat – nicht zuletzt an Geißler und Kohl. Siegerist wollte wieder ›Voll-Journalist‹ werden und ging als Chefreporter zur Hörzu. ›Meine schönste und beste Zeit als Journalist – mit dem großartigen Chefredakteur Peter Bachér, den ich bis heute verehre.‹« Nach seinem Weggang von Hörzu gründete Siegerist dann 1986 die Gruppe »Die Deutschen Konservativen«, der er bis heute vorsteht.
ralf schwarzenberg“

(http://www.jungle-world.com/seiten/2007/01/9096.php)