Südafrika: Tod eines Herrenmenschen

Eugène Terre’Blanche war einst Gründer und Anführer der extrem rechten „Afrikaaner Weerstand Beweging“ (AWB), einer Organisation burischer Rechtsextremisten in Südafrika. Der AWB versuchte erfolglos mit Waffengewalt das Ende des weißen Apartheids-Regime aufzuhalten. Nach einem längeren Gefängnisaufenthalt soll Terre’Blanche sich vom nationalistischen Hardliner zum Evangelikalen gewandelt haben.

Am 3. April 2010 wurde Eugene Terre‘Blanche, genannt ET, durch 28 Messerstiche getötet. Täter waren zwei schwarze Angestellte im Alter von 15 und 27 Jahren. Entgegen anderslautenden Gerüchten über einen Racheakt wegen Vergewaltigung wie der „Saturday Star“ und die „Sunday Times“ berichteten oder eine rassistisch motivierte Tat, war die Ursache des Mordes wahrscheinlich eine vorenthaltene Lohnauszahlung. Der Mord scheint nicht geplant worden zu sein, die Täter stellten sich selbst der Polizei.
Glaubhafte Berichte erzählen davon, dass ET seine schwarzen Angestellten immer wieder brutal misshandelte, besonders als er eine Security in der Ventersdorp-Region leitete.

Die Beerdigungs-Zeremonie von ET fand in der „Afrikaaner Protestant Church“ statt. Zutritt für Nichtweiße verboten. Tausende von Anhängern ET’s, darunter auch mehr als 50 Biker versammelten sich und sangen das Buren-Lied „Die Stem“.
Tod von Terre'Blanche in südafrikan. Presse
Zur Beerdigung kam auch der neue AWB-Chef Steyn Van Ronge, der AWB-Sprecher Andre Visagie, der später vom angeblichen Zustrom von tausenden von Neu-Mitgliedern durch die Tat berichtete.
Aus Kreisen der Anhänger ET’s wurde versucht der Mord an ET zu politisieren. Seine Ermordung wurde in eine Reihe von „farm murder“ gestellt, aus denen burische Nationalisten einen „boer genocide“ zu konstruieren versuchen.
Auch, dass der nationalistische Song „shoot the boer“ bei der ANC Youth League immer populär noch und damit Hassgefühle anstachelt immer wieder wurde betont.