Buchkritik: „Unter Linken“ von Jan Fleischhauer

Unter Linken – unter was für Linken denn bitteschön?
Der Journalist Jan Fleischhauer, Jahrgang 1962, hat ein Buch verfasst mit dem Titel „Unter Linken. Von einem, der aus Versehen konservativ wurde“. Fleischhauer ist seit 1989 Redakteur beim Spiegel-Magazin und stellt sein Werk als eine Art von Aussteiger-Buch vor. Doch das Buch fällt aus dem Rahmen der üblichen Konvertiten-Literatur heraus. Genaugenommen war Fleischhauer nämlich nie wirklich links im Sinne einer theoretischen Überzeugung und auch als Konservativer ist er stellenweise eher untypisch.
Unter Linken
Fleischhauer inszeniert sich in seinem Werk als überzeugter Überläufer in einer feindlichen Umwelt. So berichtet er von den angeblichen Problemen mit seinem „Outing“ als Konservativer in den Redaktionsstuben der Republik. Irgendwie kann man sich das nicht so gut vorstellen, das dieses Konservativ-Sein bei Leuten wie den Papstgetreuen Matthias Matussek und Henryk M. Broder, der gegen das „linksreaktionäre Gutmenschenpack“ anschreibt, besonders anecken würde.

Doch wie links war Fleischhauer überhaupt? Es stellt sich heraus das Fleischhauer lediglich in einem linksliberalen Kulturmilieu aufgewachsen ist. Statt Inhalte sind für vor allem private Lebensweisen „links“:

Als erster Schritt Richtung Paradies galt die Errichtung einer »Alternativkultur«, jene aus dem linken Ideologiebaumarkt zusammengeschraubte Gegenwelt aus Kinderladen, Biotheke und Tempo-30-Zone, die sich in unausweichlicher Gründlichkeit über die deutschen Innenstädte ausbreitete. Schon der Verzicht auf ein Deodorant, auf das »Sie« in der Anrede und eine Rasur von Achsel- und Beinhaar ging nun als aufrührerische Tat durch, die einen der endgültigen Machtübernahme näher bringen würde.

(Seite 92)

Seine Eltern sind für ihn prototypische Linke. Doch nicht mal in einer stalingläubigen K-Gruppe oder wenigstens bei lenintreuen DKPlern waren seine Eltern, sie waren lediglich Mitglied in der braven SPD. Seine Mutter ist sogar mit 39 Jahren bei der SPD wegen deren Flirt mit der Linkspartei ausgetreten.
So hat Fleischhauer eine reichlich verdrehte Sicht davon was „links“ sein soll. Wenn sein Vater, ein „Schmidt-Sozialdemokrat“, ihm Vorträge über den „verderblichen Einfluss der amerikanischen Fastfood-Kultur“ hält, ist das zuerst einmal Antiamerikanismus. Der Antiamerikanismus, hier in der antikulturimperialistischen Variante, findet sich rechts, wie links, als auch dazwischen. Jedenfalls handelt es sich um kein Spezifikum der Linken, wenn er dort leider auch mehr als genug zu finden ist. Immerhin, ein Teil der emanzipatorischen Linken hat das erkannt, lehnt ihn ab oder bekämpft ihn sogar.

Wo genau der Unterschied zwischen „links“ und „rechts“ sein soll, kann Fleischhauer dann auch nicht wirklich aufzeigen. Wenn seine sozialdemokratische Mutter über den Hamburger CDU-Bürgermeister Ole von Beust herzieht ist das für ihn eine Links-Rechts-Auseinandersetzung. Damit präsentiert er eine Art Kalter Krieg in Kuschelrock-Version. Dass Ole von Beust als bekennender schwuler Großstadtbürgermeister mit grünem Koalitionspartner im Vergleich beispielsweise mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs aus Hamburg (Sprecher des konservativen Seeheimer-Kreises in der SPD, „Alter Herr“ und ehemals Verbandssprecher einer Studentenverbindung, Mitglied des Präsidiums des „Förderkreis Deutsches Heer e.V.“, stellvertretendes Mitglied des Kuratoriums der Otto-von-Bismarck-Stiftung etc.) links ganz gut abschneidet, ignoriert Fleischhauer. So entpuppt sich die eigentlich politische Einordnung „links“ bei Fleischhauer als linksliberale Gefühlslinke ohne echte politische Agenda.

Fehlende Empathie
Wie jeder Konservativer behauptet auch Fleischhauer dass der Kapitalismus im Grunde gut sei. Das ein Wirtschaftssystem was nicht an den Bedürfnissen der Menschheit, sondern an der Gewinnmaximierung orientiert ist, milliardenfaches Elend und Hunger produziert, ignoriert der Autor völlig. Stattdessen ereifert sich Fleischhauer über einen angeblich ausufernden Wohlfahrtsstaat, der Minderheiten und faule Menschen alimentiert. Dazu kommt seine Klage über eine angebliche Opfer-Selbstinszenierung von Minderheiten. Fleischhauer beklagt sich fast schon hämisch über eine angebliche Opferindustrie mit „professionellen Opfervertretern“. Als weißer, herkunftsdeutscher und heterosexueller Mann aus der Mittelschicht sind ihm selber die besonderen Erfahrungen und Probleme migrantischer, sexueller und sozialer Minderheiten natürlich fremd. Es ist überaus ignorant daraus zu schlussfolgern es gäbe sie nicht. Bei Fleischhauers Klagen über das selbstbewusster gewordene Auftreten von Minderheiten lässt er die Opfer-Selbstinszenierung des deutschen Mainstreams unter den Tisch fallen. Den vorherrschenden Diskurs um „die Deutschen“ als „Opfer“ von „Vertreibungen“, Bombardierungen oder gar von „Hitler und seiner Clique“ verschweigt er.
Stattdessen kritisiert er einen angeblichen „türkischer Opferkult“, käut die Mär von der „Inländerfeindichkeit“ wieder und wettert gegen Feminismus und Gender Mainstreaming.

Die Emanzipation der Frauen ist ein spektakulärer Triumph, sie ist mit Abstand die erfolgreichste Opfergruppe der Welt.

(Seite 37)

So ist es dann auch ein Glück, dass viele wortführende Autorinnen der »Gender«-Theorie lesbisch und damit in Bezug auf die Familienrealität vorurteilsfrei sind.

(Seite 48)

Für ihn sind tatsächlich die Reichen und Armen (sic!) die Gewinner des derzeitigen Systems:

Für die Armen und die Reichen ist in Deutschland stets gesorgt, sie müssen sich vor Krisen nicht wirklich fürchten – entweder, weil sie ihr Vermögen schon gemacht haben, oder, weil sie kaum jemals eines machen werden und insofern wenig zu verlieren haben.

(Seite 181)
Dass man mit dem HartzIV-Satz nicht aus“gesorgt“ hat, sondern nur überleben kann, hat Fleischhauer nicht verstanden oder will es nicht verstehen. Dass Fleischhauer kräftig an Realitätsverlust zu leiden scheint, sieht man an Sätzen wie diesem:

Bei jedem Auslandsurlaub ist der gute Deutsche inzwischen darauf bedacht, nicht anzuecken. Er bindet sich brav ein Kopftuch um, wenn es die die lokale Sitte verlangt.

(Seite 263)
Die einfallenden teutonischen Horden beispielsweise auf Mallorca, in Thailand oder in der Türkei respektieren gar nichts, schon gar nicht die Einheimischen und Sitten, die sie gar nicht interessieren oder auch nur wahrnehmen. Sie wollen in der Mehrheit nur Party, Erholung und Abenteuer in einer angenehmen und beheizten Umgebung.

Linke bei Fleischhauer: Zwischen Pathologisierung und Nazi-Verwandtschaft
Bei Fleischhauer findet eine Pathologisierung politischer motivierter Menschen statt. Man kann von der RAF halten was man will, aber sie war eine politische Gruppe mit politischen Zielen. Fleischhauer ignoriert das und versucht sich stattdessen als Schmalspur-Psychologe:

Das Paar [Ensslin und Baader] hat Zuwachs bekommen, neben dem unscheinbaren Jan-Carl Raspe, einem verklemmten Berliner Soziologiestudenten mit einem Händchen für selbstgebaute Bomben, ist die Journalistin Ulrike Meinhof zu ihnen gestoßen, Verlegergattin aus Hamburg mit Villa im Elbvorort Blankenese, Mutter zweier Töchter und linksradikales It-Girl, das sich in einer Mischung aus Ehefrust, nervösem Lebensüberdruss und Missionssehnsucht den beiden Vorzeigeterroristen angeschlossen hat.

(Seite 237-38)

Überhaupt versucht Fleischhauer Personen für Dinge in Haftung zu nehmen, selbst wenn er selber zugibt dass das eigentlich „unsinnig“ ist:

Es wäre unsinnig, den Nachweis führen zu wollen, dass es ohne Marcuse keine RAF gegeben hätte, aber mit Sicherheit hat der charismatische Denker den Argumentationsteppich gewebt, auf dem es sich die zahlreichen Unterstützer und Sympathisanten der Terroristen bequem machen konnten.

(Seite 178)

Während Fleischhauer die theoretische Unterfütterung von Linken fast konsequent ignoriert, pathologisiert und nazifiziert er sie umso lieber.
Bei ihm findet eine sprachliche Angleichung z.B. von RAF und Wehrmacht statt in der Art von Götz Aly:

Für mich und meine Generation gilt die Gnade der späten Geburt: Als wir in die Pubertät kamen, waren die Achtundsechziger schon im Staatsdienst und die RAF im Hungerstreik. Uns blieben nur noch Hausbesetzungen und Friedensdemonstrationen. Da ging es auch hoch her, aber das Engagement liefert nicht mehr den Stoff für Ritterkreuze.

(Seite 22)
Wie bei bestimmten Rechten beliebt macht es sich Fleischhauer ganz einfach und rechnet Hitler und Mussolini einfach der Linken zu:

Die Linke hat sich ihres Verwandtschaftsproblems elegant entledigt: Sie hat aus der Tatsache, dass die Nazis ihre schärfsten Konkurrenten nach der Machtübernahme verfolgen und deren Führer ins KZ sperren ließ, eine Todfeinschaft gemacht, die auch fürs Ideologische galt.

(Seite 297)

Kritikpunkte an rechten Ideologien hingegen werden nach Fleischhauer mit der „Faschismuskeule“ niedergemacht:

Der Faschismusvorwurf ist der Baseballschläger des intellektuellen Juste Milieu, die noch immer beliebteste Allzweckwaffe in der Auseinandersetzung mit dem ideologischen Gegner.

(Seite 286)
Undenkbar erscheint ihm das diese Kritik eventuell ernst gemeint und inhaltlich fundiert sein könnte.

Ausgerechnet das „Schwarzbuch Kommunismus“ oder Arnulf Baring dienen Fleischhauer als angeblich Gewähr für seine Kritik. Baring, Jahrgang 1932, war bis zu seinem Ausschluss 1983 in der SPD aktiv und ist heute ein Rechtskonservativer. Der emeritierte Professor für Zeitgeschichte und internationale Beziehungen an der FU Berlin (1976-1998) nannte im September 2006 in einer Debatte im hessischen Landtag den Nationalsozialismus als „eine beklagenswerte Entgleisung“ und forderte die „Eindeutschung“ statt der Integration von Ausländern. Mit solchen Thesen tingelt er als Referent durch die (extrem) rechte Szene und trat auf bei den „Berliner Dienstagsgesprächen“ (Thema: „Wieviel neues Denken braucht unser Land?“, März 1994), der „Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft e.V.“, dem neurechten Thinktank „Institut für Staatspolitik“ oder bei der „Deutschen Burschenschaft“. Auch Fleischhauer selbst trat wohl bereits mindestens einmal bei einer Studentenverbindung auf. Für den 10. Mai 2011 war im Semesterprogramm der schlagenden Landsmannschaft Thuringia zu Berlin eine Lesung von Jan Fleischhauer aus seinem Buch „Unter Linken“ angekündigt. Fleischhauer las also unter Rechten aus „Unter Linken“.

Richtige Kritik aus dem falschen Mund

Fleischhauers Buch ist zum größeren Teil Unsinn, es benennt aber auch real existierende schwache und kritische Punkte in der Linken. Die Geschichte und die gegenwärtige Praxis der Linken bieten ja durchaus allerlei Angriffspunkte.

Zum einen benennt Fleischhauer ganz richtig den Untertanen-Geist und die Staatsgläubigkeit vieler Linker als Kritikpunkt, die häufig der Ausgangspunkt für antiindividualistische Utopien waren.

Das Problem des Landes war in den letzten hundert Jahren sicherlich nicht ein zu gering ausgeprägtes Vertrauen in die Obrigkeit, aber kaum klebt das kleine Wort »sozial« davor, ist das Geschichtsbewußtsein jäh erloschen.

(Seite 140)

All ihre ungebundenen patriotischen Energien hat sie [„die“ Linke] auf den Staat geworfen. Weil sie nicht das Land lieben kann, wie sie selber sagt, ist sie zur Staatsvergötterung übergegangen. Die Linke mag keine Nationalhymne und keine Flagge, dafür kennt ihre Begeisterung kein Halten mehr, wenn es um die staatlich organisierte Wohlfahrt geht. Sie spricht dann vom »Modell Deutschland«, an dem sich die anderen mal ein Beispiel nehmen sollten. Das ist ihre Form des Nationalismus.

(Seite 140)

Fast das gesamte Kapitel „Opferneid – Die Linke und der Antisemitismus“ ist inhaltlich richtig.
Der Vorwurf an viele Linke, zumal in Deutschland, sie würde in ihrer Israelfeindschaft geschichtsblind vorgehen und Selbstreflexion vermissen lassen trifft zu:

Sie zeigt nicht nur, wie weit die politmoralische Selbstermächtigung gehen kann, die aus einem tadellosen Gewissen erwächst, sie weist auch auf eine Geschichtsblindheit hin, die sich wohl am besten mit einer besonderen Gesinnungsverpanzerung erklären lässt.

(Seite 193)
Auch die nicht gerade objektiven Maßstäbe bei der Bewertung von Israel in der Linken erfasst Fleischhauer richtig:

Komischerweise finden dieselben Leute, die schon bei einem kleinen Lackschaden an ihrem Wagen dem Herzinfarkt nahe sind und hektisch nach der Polizei rufen, dass im Fall Israels die Bewohner etwas gelassener reagieren sollten.“ (Seite 195)
Dass die Doppelstandarts und Dämonifizierung Israels in den holocaustbanalisierenden Nazi-Vergleichen enden, die von vielen geduldet werden, ist ebenfalls eine richtige Beobachtung Fleischhauers:
„Die Rolle des Weltnazis mit Juden zu besetzen ist seit Jahren die Pointe jeder Demonstration gegen Israel: Irgendwo findet sich immer ein Plakat oder Banner, das an den Holocaust erinnert – nicht die Täter von einst, sondern deren Opfer.

(Seite 210)

Doch wenn ein selbsternannter Konservativer wie Fleischhauer sich über rechten Antisemitismus und Israelhass ausschweigt und nur linken benennt, wird es seltsam. Möllemann und Hohmann waren keine Gespenster, sondern real existierende Personen. Im konservativen und liberalen Spektrum existieren ebenso Antisemitismus und Antizionismus wie unter Linken; Antisemitismus vermutlich sogar im größeren Ausmaß. Etwas bei den „Anderen“ zu benennen, im „Eigenen“ aber zu verschweigen ist nicht nur unredlich, sondern lässt auch vermuten dass es gar nicht um die Sache an sich geht.
Ebenso seltsam ist es, wenn Fleischhauer zu Recht regressiven und verkürzten Antikapitalismus in der Linken, geboren und motiviert aus Neid, kritisiert, aber selber „maßlose Gier“ für die Verwerfungen

Fazit: komische Vorstellung von links und rechts
Die Grundklage Fleischhauers in seinem Buch lautet, Links sei Mainstream geworden. In Wahrheit aber sind ehemalige Linke Teil des Mainstream geworden, in diesem Fall Angehörige der so genannten „Neuen Mitte“ aus der sich große Teile des Establishment speisen. Links über das Konsumieren ökologisch korrekter Produkte hinaus ist das aber kaum noch, sofern das Kriegeführen nicht zum Grundbestand linker Politik gehört. Jedenfalls war es Rotgrün und nicht Schwarzgelb das die Bundesrepublik in ihren ersten Krieg führte.
Die nach Fleischhauer „linke“ SPD und „rechte“ CDU sind in Wahrheit eher Fußballvereine als unterscheidbare politische Projekte. Er kann in Wahrheit inhaltlich gar nicht genau festmachen, wo die CDU aufhört und wo die SPD anfängt, wie er dann auch gegen Buchende freimütig eingesteht.
Statt einer Definition von „links“ gibt es bei ihm nur solche Erkennungszeichen wie moralisiertes Einkaufsverhalten, Antiamerikanismus und diffusem Linksliberalismus. Das einigende Moment zwischen seiner SPD-Mum und Robbespierre aber kann Fleischhauer nicht benennen.

Die Kritik an einigen real existierenden Missständen n der Linken wie Untertanengeist, Israelhass oder Antiamerikanismus ist inhaltlich durchaus richtig. Fleischhauer ignoriert aber das diese Kritikpunkte sich in allen Teilen der Gesellschaft wiederfindet und er ignoriert die in der Linken existierende Kritik an solchen Missständen. Überhaupt ignoriert er die Heterogenität innerhalb der Linken. Statt von einer Linken muss vielmehr von den Linken gesprochen werden. Vermutlich aus Kalkül differenziert Fleischhauer aber nicht, sondern führt den dümmsten und reaktionärsten Teil der Linken gerne einem Publikum vor. Das macht er beispielsweise auch im TV.

Trotz seiner Selbstinszenierung als wiedergeborener Konservativer gibt Fleischhauer stellenweise nur einen sehr zahmen Konservativen ab. Normalerweise zeichnen sich Konservative durch das konsequente Primat von Nation, Religion, Familie auch gegenüber der (parlamentarischen) Demokratie aus. Genau diese Einstellung ermöglichte einst die so genannte „Harzburger Front“, den Zusammenschluss von Rechtskonservativen und den Nationalsozialisten (Wer etwas zur Charakteristik des deutschen Konservatismus lesen will der/dem seien an dieser Stelle übrigens die Texte von Volker Weiß empfohlen!).
Fleischhauers Kritik das das „sozialliberalisierte Strafrecht den Vergeltungsgedanken weit zurückgedrängt hat“, sein Lob des Spießbürgers als „fleißiger Steuerbürger“ und sein Schimpfen auf angeblich übersubventionierte Minderheiten ist das übliche wohlstandschauvinistische Gerede im Leistungsbürgertum, d.h. in der bürgerlichen Mitte. Fleischhauer ist damit weniger politisch rechts einzuordnen, er ist eher ein „Extremist der Mitte“. Das derartige Schimpfen auf Minderheiten oder das Law&Order-Gerede findet sich bei Parteipolitikern jeden Coleurs bis hinein in die Linkspartei, wie man an Oskar Lafontaine sehen kann.