Autoritäre Tendenzen auch in der Tierrechts-Szene

In der Ausgabe Nr. 72 des Magazins „Tierbefreiung“ vom November 2011 das sich in seiner Titelstory dem Thema „Straight Edge und Tierbefreiung“ widmet, findet sich auch eine Meldung, die auf autoritäre Bedürfnisse hinweist.
Auf Seite 29 wird unter der Überschrift „Richtungsweisende Urteile auf Malta“ jubelnd über hohe Gefängnis- und Geld-Strafen für illegale Jäger berichtet. Es geht um einen Mann der von der „Umweltpolizei“ mit einem erlegten Weißstorch erwischt wurde. Der Betreffende wurde zu zwei Jahren Gefängnis ohne Bewährung und 9.000 Euro Geldstrafe verurteilt.
In dem „Tierbefreiungs“-Artikel heißt es zu diesem Urteil:

„Mit diesen harten Strafen zeigt die maltesische Justiz endlich einmal Zähne und setzt eine neue Weisung der Regierung um […].“

Hier kommt neben dem Appell an die Obrigkeit auch klar ein autoritäres Vergeltungs-Bedürfnis zum Vorschein. Der Sinn und Unsinn von Strafen im bürgerlichen Rechtsstaat wird nicht etwa hinterfragt, sondern bejaht. Solche Tendenzen gibt es aber in allen linken Strömungen und müssen überall dort kritisiert werden.

rassistischer Veganer
OBEN: Auch in sich als emanzipatorisch verstehenden Antispe-,Polit-Veganer- und Tierbefreiungs-Szene gibt es auch autoritäre und rassistische Stimmen

In dem „Erdbefreier“-Blatt „Instinkt“ aus den frühen 1990ern gibt es eine noch gehässigere Version dieses Vergeltungsdrangs. Hier wurden Bilder von Naturkatastrophen, bei denen meist auch Menschen zu Schaden kamen, unter der Überschrift „Die Natur schlägt zurück“ präsentiert.