Archiv für April 2015

GMX: „Athen spielt die „Nazi-Karte““

Widerlich. Die deutsche Besatzung in Griechenland kostete hunderttausende das Leben. Wenn die aktuelle griechische Regierung auf ‚Entschädigungs‘zahlungen drängt, dann kommentiert gmx.de das als ausspielen einer „Nazi-Karte“.
Athen spielt Nazi-Karte

Buchkritik »Antifa heißt Luftangriff«, herausgegeben von Susann Witt-Stahl und Michael Sommer

Antifa heißt Luftangriff
Susann Witt-Stahl und Michael Sommer haben den Sammelband „»Antifa heißt Luftangriff«. Regression einer revolutionären Bewegung“ herausgegeben, in dem sie zusammen mit anderen Autor*innen vermeintliche Fehlentwicklungen des Antifaschismus in Deutschland kritisieren.

Bereits das Vorwort legt die Linie des Buches fest. Die derzeitigen Antifas sind größtenteils nicht mehr im Besitz ‚der Wahrheit‘ über den Faschismus, gemeint ist die These vom Faschismus (inklusive des Nationalsozialismus) als die „offene terroristische Diktatur der am meisten reaktionären, chauvinistischen und imperialistischen Elemente des Finanzkapitals” (Dimitroff). Das diese These unter Antifaschist*innen immer weniger Anhänger*innen hat ist für die beiden Herausgeber eine höchst problematische Entwicklung:

„Wenn aber gerade diejenigen, deren genuine historische Aufgabe es ist, dieser Wahrheit zu ihrem Recht zu verhelfen, genau das Gegenteil tun und die Auslöschung dieser Wahrheit vorantreiben, dann ist ein bedenklicher Zustand erreicht.“ (S. 9)

Sie konstatieren wie bereits im Untertitel des Buches verlautet eine „Regression“:

„So erweist sich so einiges, was als »Antifaschismus« daherkommt, als nichts anderes als die Fortsetzung der Totalitarismustheorie mit anderen Mitteln: Seine Anhänger haben nichts Dringlicheres zu tun, als mit von neoliberaler Ideologie durchwirkten Imperativen, wie »Deutschen Linken und anderen Nazis das Existenzrecht entziehen« und »Antifa heißt Luftangriff!«, auf den Lippen darüber zu wachen, dass von deutschem Boden bloß nie wieder eine Friedensbewegung und ein Klassenkampf ausgehen.“ (S. 9)

Beide beklagen, dass der „Antifaschismus pervertieren“ würde und ein „falsches Bewusstsein von Antifaschismus“ herrsche. Letztendlich beanspruchen die Autor*innen des Sammelbands die Definitionshoheit über den Begriff Antifaschismus. Sie bestimmen, was links und antifaschistisch ist und was nicht. Wer zu den „genuine[n] Antifaschisten“ (Zuckermann) gehört. Ihrer Auffassung nach, ist nur ein bestimmter marxistischer Antifaschismus legitim, nämlich – welch Überraschung – der eigene.
Die im Buch aufgemachte Gleichung von Antifaschismus = Antikapitalismus = Antiimperialismus sollte aber kritisch hinterfragt werden. Antifaschismus ist nun mal nicht zwingend antikapitalistisch, auch wenn ein nachhaltiger Antifaschismus u.a. auch antikapitalistisch sein muss. Es gab und gibt aber auch Menschen mit christlichen, liberalen oder gar konservativen Überzeugungen, die Antifaschist*innen waren und sind. Ihnen den Antifaschismus abzusprechen wäre unredlich. Nach dem Verständnis von Antifaschismus, wie es in dem Sammelband zu finden ist, wären auch Personen wie Niemöller oder Bonhöfer keine Antifaschisten gewesen.
Mit diesem selektiven Antifaschismus-Verständnis betreiben die Autor*innen eine Auslese-Technik, wie sie auch die BRD und die DDR in ihrer offiziellen Geschichtsschreibung vorgenommen haben. In der BRD wurde der Widerstand jenseits von Stauffenberg, besonders der linke, ignoriert, kleingeredet oder diffamiert. Während in der DDR der Widerstand jenseits der KPD, durchaus auch der von anderen linken Gruppen, ignoriert und klein geredet wurde.
Wer von der heiligen Linie des revolutionären Antifaschismus nach dem Verständnis von Susann Witt-Stahl, Michael Sommer und Co. abweicht, wird schnell verstoßen und diffamiert.
Das Verständnis davon, wie Antifaschismus zu sein habe, erschließt sich eher über die Ablehnung der meisten Analysen, als das die Autor*innen es einmal definieren. Offenbar wird ihre Antifaschismus-Theorie und ihr Faschismus als bekannt voraus gesetzt. Denn sie schreiben drauflos, ohne Antifaschismus zu definieren. Damit ist das Lese-Publikum dieses Sammelbandes sehr begrenzt. Nur der falsche Antifaschismus wird benannt, was auch ehrlich so erklärt wird:

„Der Zweck dieses Buches ist nicht zu erklären, was Faschismus ist – sein Kernanliegen ist zu sagen, was Antifaschismus nicht sein darf.“ (S. 13)

Beispielsweise wird gleich im Vorwort Beate Klarsfeld abgewatscht. Der französischen Antifaschistin Beate Klarsfeld wird darin abgesprochen eine Antifaschistin zu sein und sie wird auch noch in eine Analogiekette mit der AfD und Sarrazin gestellt:

„Denn wenn Beate Klarsfeld als »Antifaschistin« durchgeht, dann sind, mit Ausnahme der Nazis, alle Antifaschisten, eben auch die Alternative für Deutschland (AfD) und Thilo Sarrazin.“ (S. 11)

Das ist unredlich, auch in Anbetracht der Verdienste von Klarsfeld, die für eine Ohrfeige gegen den damaligen Bundespräsidenten und Altnazi Kiesinger ein Jahr ins Gefängnis musste.

Hieß es im Vorwort gerade noch vorwurfsvoll, man sei zu sehr auf den Neonazismus fixiert und würde Thilo Sarrazin und AfD ignorieren, was ein frappierende Ignoranz der antifaschistischen Proteste bei so ziemlich jeder Sarrazin-Lesung offenbart, macht sich Witt-Stahl im anschließenden Kapitel gleich zu Anfang über den linken Antinationalismus zu WM-Zeiten lustig.
Witt-Stahl sieht den Antifaschismus im Geiste Hayeks verführt:

„Die neoliberalen Ideologen haben erreicht, was ganz weit oben auf ihrer Agenda stand: Sie haben in weiten Teilen die Definitionsmacht über den Antifaschismus ergriffen.“ (S. 19)

Sie konstruiert eine Achse, die von der antinationalen Wochenzeitung „Jungle World“ bis zu dem niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders reicht.
Eine Bewertung der Relevanz der zum Beleg dieser steilen Annahme zitierten Gruppen wird nicht vorgenommen. Unfreiwillig komisch wird es dann, wenn Witt-Stahl die „Hipster-Antifa“ als Beleg für die Perversion der „Antifa 2.0“ heranzieht. Zum einen scheint Witt-Stahl die Ironie dieser Facebook-Gruppe zu entgehen, zum anderen ist fraglich wie einflussreich dieses Projekt ist.
Die Frage nach der Relevanz irgendwelcher Online-Gruppen und der im Buch zitierten Parolen wird nicht gestellt. Dabei sind einige der im Buch wiedergegebenen Parolen schon lange nicht mehr auf antifaschistischen Demonstrationen zu hören.

Von Antisemitismus scheint keiner der Autor*innen dieses Sammelbandes eine Ahnung zu haben. Offenbar ist per Definition linker Antisemitismus nicht existent und es braucht sich nicht weiter damit beschäftigt werden.
Der israelische Historiker Zuckermann lässt sich auch noch zu der vulgärpsychologischen Ausdeutung herab, wonach israelsolidarische Linke im Grunde eigentlich Antisemit*innen seien (S. 192).

Das Buch ist vor allem eine wütende Polemik, aber kein Debatten-Beitrag, denn ein Freiraum für Diskussion fehlt. Einzelpersonen wie Harry Waibel, Volker Weiß und Olaf Kistenmacher werden persönlich angegriffen und beschimpft (z.B. als „Lügenmäuler“), weil sie kritische Perspektiven auf die linke Geschichte eröffnet haben und beispielsweise Antisemitismus in der Weimarer KPD oder Rassismus in der DDR thematisieren. Im Grunde werden sie als linke Nestbeschmutzer attackiert.
Es ist keine Kritik, sondern nur Diffamierung, wenn es heißt:

„Was früher den Vertriebenenverbänden und dem rechten Flügel der CDU vorbehalten war – heute finden sich in den »linksautonomen Szenen« dieser Republik immer irgendwelche Kistenmachers und Blechschmidts, die vom »Faschismus« reden, in Wahrheit aber den Sozialismus meinen und sich andienen, fürs Kapital die Drecksarbeit zu erledigen: Die ideologische Grabschändung des kommunistischen Widerstands – und dazu noch mit der Lüge auf den Lippen […].“ (S. 53)

Dabei werden konsequent Widersprüche ignoriert oder glatt gebügelt, was sich als Prinzip durch das ganze Buch zieht.
Alles, was den eigenen Thesen widerspricht, wird dabei mehr oder weniger verdammt. So wird beispielsweise die moderne Faschismusforschung zur Gänze verworfen, weil sie von einer rein ökonomischen Analyse abrückt. Für Witt-Stahl und Sommer sind die Inhalte faschistischer Ideologie nachrangig, nur die Ökonomie zählt. Faschismus kommt bei ihnen offenbar weitgehend ohne Massenbasis und Ideologie aus. Aus dem Führer wird so in der Konsequenz nur ein Verführer der Massen. Da waren bereits viele Emigrant*innen ab 1933 um einiges kritischer.
Um Moshe Postone zu bescheinigen, dass er Marx falsch interpretiert haben soll, weil er dem dem Nationalsozialismus antikapitalistische Züge bescheinigt, wird ein eigenes Kapitel aufgewendet. Ähnlich verhält es sich mit dem Bezug auf Adorno. Aber selbst wenn das stimmen würde, ist damit ja noch gar nichts über die Richtigkeit der Analyse gesagt. Das Ganze erinnert stark an Kleinkind-Verhalten, wenn angeführt wird „Der Marx hat aber gesagt …“. Aber da auch Marx nicht die Quelle ewiger Wahrheiten ist, ist mit der Berufung auf Säulenheilige noch nicht viel gewonnen. Allerdings ist dieses Verhalten beileibe kein Vorrecht von Witt-Stahl und Co., sondern generell weit verbreitet in der Linken.
Zum Glattbügeln gehört z.B., dass keine Unterscheidung von Marktradikalen und gesellschaftspolitisch Liberalen gemacht wird. Dazu passt auch, dass alle antinationalen Gruppen und Bündnisse als antideutsch kategorisiert werden.

In ihrer Wut geschahen den Autor*innen einige peinliche Fehler und Sachverhalte werden, offenbar bewusst, verkürzt dargestellt:
* Die von Witt-Stahl Volker Weiß als totalitarismustheoretisch angelastete Kreation „Deutscher Sozialismus“ ist eine Vokabel von Moeller van den Bruck, einem Vordenker der „Konservativen Revolution“. Der Begriff ist also nicht Weiß anzulasten.
* Der auf Seite 53 benannte „Bürgermob“, der gegen die Aufführung eines antisemitischen Fassbinder-Theaterstücks demonstrierte, war die jüdische Gemeinde und sie tat das mit gutem Grund.
* Hat die FPÖ tatsächlich ihren Antisemitismus ad acta gelegt? Zitate und Bildersprache sagen etwas anderes. Auch die Reise der FPÖ-Funktionäre Strache und Mölzer nach Jerusalem war nicht einfach die pro-israelische Wende, als die sie im Buch dargestellt wird. Das sagte nicht zuletzt auch Mölzer selber.
* Ob Breivik wie auf Seite 192 behauptet wird tatsächlich so philosemitisch war, wie im Buch behauptet wird? Der auch im Buch mehrfach angegriffene Stephan Grigat widerspricht dem überzeugend in einem Artikel und weist nach, dass für Brevik Juden und Jüdinnen mehrheitlich zu den „Kulturmarxisten“ gehörten, die neben Muslimen das zweite große Feindbild Breiviks waren.
* Es wird behauptet, die im Buch als „neokonservative bürgerliche Stiftung“ beschimpfte, Amadeu-Antonio-Stiftung würde angeblich vorwiegend gegen Linke agieren. Ein Blick auf die auf der Homepage aufgeführten Aktivitäten der Stiftung hätte gezeigt, dass die (notwendige) Kritik z.B. von linken Antisemitismus und Antizionismus nicht den Hauptteil der Aktivitäten darstellen.

Interessant wäre zu wissen ob die Autor*innen den Vorwurf der falschen Faschismus-Analogien in Bezug auf den Islamismus aufrecht erhalten, jetzt wo IS auch von vielen Antiimperialist*innen häufig als „faschistisch“ bezeichnet wird.

Für eine Gruppe, die sich für Klassen-Analyse und -Kampf stark macht ist die Lesbarkeit für ein nichtakademisches Publikum übrigens sehr erschwert. Wer versteht denn, was ein „heteronormer Transvestitismus“ (S. 187) oder ein „larmoyanter Solipsismus“ (S. 203) sein sollen?

Mit seiner wütenden Diffamierung und Denunzierung hilft der Sammelband einer Diskussion innerhalb der Antifa keinen Schritt weiter, auch nicht bei der Kritik tatsächlicher Fehlentwicklungen und -Analysen. Vom Vorwort bis zum Nachwort wettern Susann Witt-Stahl und Co. So heißt es auf der letzten Seite noch einmal:

„So mancher deutscher »Antifaschist« heute steht der Partei Bibeltreuer Christen ideologisch weitaus näher als den Gesellschaftstheorien von Marx und Adorno.“ (S. 210)

Das Buch ist nur für Leute, die darin das zu finden hoffen, was sie schon immer über die antideutsche Verschwörung in der deutschen Linken zu wissen glaubten. Sie werden sicher nicht enttäuscht werden. Alle anderen sollten ihr Geld besser sparen.

Susann Witt-Stahl & Michael Sommer: »Antifa heißt Luftangriff«. Regression einer revolutionären Bewegung, Hamburg 2014.

TV-Serien-Neuentdeckung: Shameless

Die US-TV-Serie „Shameless“ (englisch für „schamlos“, „unverschämt“) wird seit 2010 vom Pay-TV-Sender „Showtime“ produziert und beruht auf einer gleichnamigen britischen Serie, die von 2004 bis 2013 produziert wurde.
Sie spielt im so genannten ‚white trash‘-Milieu in Chicago. Es geht um eine siebenköpfige Familie, die vor zwei Jahren von ihrer Mutter verlassen wurde und deren Vater, Frank, ein Alkoholiker ist. Die Kinder versuchen das (Über-)Leben der Familie zu sichern, auch durch Kleinkriminalität. Es ist ein täglicher Kampf, bei dem alle mithelfen müssen. Ist dann das Geld für die nächste Stromrechnung tatsächlich mal zusammen gekommen, wird es wieder von Frank gestohlen.

Soziologisch gesehen, handelt es sich bei der Familie um so genannte „working poor“, die irischstämmig und katholisch sind und in einem heruntergekommenen Viertel wohnen. Eine Gegend, deren Adresse auf Bewerbungen dafür sorgt, dass diese normalerweise im Papierkorb landen.
Die Protagonist*innen sind das, was gerne als ‚bildungsfern‘ bezeichnet wird. Das wird in der Serie durch den Aschenputtel-Faktor ergänzt, weil der älteste Sohn, „Lips“, ein ziemliches Genie ist und die älteste Tochter Beziehungen zu wohlhabenden Männern hat. Bis zur Staffel drei ist die Gesamtsituation aber noch nicht zu einem idyllischen Ende hin aufgelöst worden. Weder hat Fiona den perfekten Partner gefunden, noch hat der Bruder es geschafft mit seine Klugheit dem Armuts-Milieu zu entkommen.
Auch Sexismus, Homosexualität und Homophobie spielen eine größere Rolle, da einer der Brüder schwul ist und nicht geoutet und die Mutter, die dann doch zeitweise wieder auftaucht, lebt zeitweise in einer lesbischen Beziehung.

Hier mal ein kleiner Überblick über die wichtigsten Protagonist*innen:
*** die Familie Gallagher ***
* Frank Gallagher, hat keinen festen Beruf und ist stark alkoholabhängig, aber auch anderen Drogen nicht abgeneigt. Dieser gehört zwar irgendwie auch zur Familie, ist aber ein ziemlich egoistisches Arschloch, was eigentlich nur für sein eigenes Auskommen kämpft. Er schwindelt und betrügt sich durchs Leben, wobei er andere nur ausnutzt. Er bringt auch immer wieder seine Probleme mit ins Haus, z.B. Leute die ihm wegen Schulden auf den Fersen sind.
Unter anderem quartiert er sich bei diversen Personen ein, wenn er von seiner Bio-Familie mal wieder rausgeworfen wurde. Seine egoistische Lebensweise heißt aber nicht, dass Frank sich nicht häufiger mal selbstgerecht empören und entrüsten könnte.
* Fiona Gallagher, die älteste Tochter, versucht dem Rest beide Elternteile zu ersetzen. Durch ihre Rolle als Ernährerin und Chefin der Familie, musste sie abbrechen und hat keinen Schulabschluss. Sie lebt von Gelegenheitsjobs. In einer Folge wird sie von einem Protaginisten abschätzig als „slumgirl“ bezeichnet. Trotz der Probleme in ihrem Leben versucht sie sich auch mal zu amüsieren.
* Phillip Gallagher, genannt „Lip“, das zweitälteste Kind der Gallaghers. Ein Hochbegabter, der
in der ersten Staffel gegen entsprechende Bezahlung für andere Schüler deren Universitäts-Aufnahmetest ablegt. Zudem ein Kleindealer, der aus einem alten Eiswagen heraus zusammen mit Kev u.a. Joints verkauft.
* Ian Gallagher, der drittälteste Sohn und ein nichtgeouteter Schwuler. Ian träumt davon Offizier bei den US-Streitkräften zu werden.
* Debbie Gallagher, das vierte Kind. Sie liebt zumindest bis zur zweiten Staffel unverständlicherweise ihren Vater. Sie organisiert in den Ferien eine Tagesbetreuung für Kleinkinder in der Wohnung der Gallaghers.
* Carl Gallagher, der zweitjüngste der Familie mit einem ausgeprägten Hang zu Waffen und Gewalt. Eine Art Serienmörder im Larvenstadium.
* Liam Gallagher, das jüngste der sechs Kinder und POC. Bei ihm kam als einziger das afroamerikanische Großelternteil der Familie zum Vorschein. Liam wird auch vom TV aufgezogen.

*** Andere ***
* Veronica, Nachbarin der Familie Gallagher und beste Freundin von Fiona. Sie ist clever und mit Kev zusammen. Durch Online-Striptease verdient sie sich ein Zubrot.
* Kevy, genannt „Kev“, Barkeeper und Freund von Monica.
* Steve, Fionas zeitweiliger Freund, der nicht versteht, dass sie keine Geschenke von ihm will. Er stammt aus der Oberschicht und hat sich vor der Wohlstandsverwahrlosung in eine Autodieb-Karriere geflüchtet.

In manchen Folgen ist die Handlung ziemlich abgefahren und crazy und häufig auch ziemlich hart. Da werden Leichen im Vorgarten ausgebuddelt, da wird die Mutter zur Leihmutter gemacht und ein brasilianischer Mafiosi hat auch einen Auftritt.
Ähnlich wie „True Blood“ wird erfreulicherweise die Darstellung von Nacktheit kaum zensiert. Irgendwie kommt einem die Familie und das mit ihr befreundete Paar wie ein Wolfsrudel vor. Ein Wolfsrudel, was zuallererst um sein eigenes Überleben kämpft und dabei nur wenig Rücksicht auf Andere nimmt, weil die Gesellschaft ihnen auch nicht weiterhilft. Sie kämpfen so ziemlich gegen alles: die Eltern, das Jugendamt, die Polizei, die Armut etc.
Die Charaktere werden überzeugend bis herausragend gespielt, besonders der Darsteller von Frank überzeugt.
Eine große Empfehlung! Aber Vorsicht, jede Folge geht knapp 60 Minuten und es gibt bereits fünf Staffeln.