Antizionistische Kurzschlüsse: Israel ist Schuld!

Das „Palästina-Komitee Stuttgart“ und der Verein „Palästinensische Gemeinde Deutschland-Stuttgart e.V.“ sind nicht gerade für ihre ausgewogene Darstellung des Israel-Palästina-Konflikts bekannt.
Für den 7. Mai kündigten die beiden Gruppen auf dem Schlossplatz in Stuttgart einen „Palästina-Nakba-Tag“ an. Als Schirmfrau fungierte die einschlägig bekannte Felicia Langer.
In dem Aufruf dazu wird – natürlich – Israel die Schuld gegeben:

„Die Palästinenser protestieren gegen die andauernde ethnische Säuberung in Palästina durch den Staat Israel“.

Es wird behauptet:

„Die Gründung des Staates Israel war verbunden mit der gezielten, militärisch geplanten, ethnischen Säuberung Palästinas.“

Das die umliegenden arabischen Staaten Israel kurz nach der Ausrufung des Staates angriffen, um es von der Landkarte zu löschen, wird natürlich verschwiegen.
Weiter ist im Text die Rede von „zionistische[n] Apartheidsgesetze[n]“ und dem „israelischen Apartheidstaat“.
Ansonsten spricht der Text von angeblich „etwa 7 Millionen palästinensischen Flüchtlinge[n]“ und behauptet „2/3 der Bevölkerung des Gazastreifens sind Flüchtlinge aus dem Jahr 1948“. Nach dieser Logik, die unsinnigerweise auf von dem regionalen UN-Hilfswerk geteilt wird, sind auch noch die Urenkel von vertriebenen oder geflüchteten Personen, die bis 1948 im heutigen Israel ansässig waren, so genannte „Flüchtlinge“ aus einem Gebiet, was sie selber zumeist nie gesehen haben.
Mit dem Beharren des „Rechts auf Rückkehr“ für bis zu 7 Millionen Menschen will man den jüdischen Staat Israel unter Druck setzen und verhindert mit solchen Maximalforderungen eine friedliche Einigung. Vermutlich ist das aber auch gar nicht das Ziel, sondern Ziel dürfte eher die Eliminierung Israels sein.
Doch die radikalen Palästinenser und ihre UnterstützerInnen haben derzeit ein Problem. Der Bürgerkrieg in Syrien hat sie von der Aufmerksamkeits-Agenda verdrängt. Hier weiß sich der Aufruf clever zu helfen:

„Gerade jetzt wird in Deutschland hautnah für alle spürbar, wie aktuell die Palästinafrage ist.“

Warum?

„Zehntausende der Flüchtlinge, die in den letzten Monaten vor allem aus Syrien, Irak sind Palästinenser.“

Kein kritisches Wort über Assad oder dessen Kontrahenten, die über 300.000 Tote und die Millionen von Flüchtlingen verursacht haben. Natürlich auch kein Wort das viele palästinensische Organisationen, wie z.B. bis 2013 die islamistische HAMAS, vom Assad-Regime protegiert und unterstützt wurden.
Stattdessen bleibt alles innerhalb der antizionistischen Kurzschluss-‘Logik‘: Israel war’s!