Archiv der Kategorie 'Zeitgeschichte'

Deutsche Korporationen in Freikorps-Tradition

Arbeitermörder
Titelblatt des USPD-Magazins „Freie Welt“

Tradition ist Tradition
Das korporierte Geschichts(zerr)bild findet bei Verbindungskritikern leider häufig nicht genügend Aufmerksamkeit. Denn nicht nur Sexismus, rechte Umtriebe oder elitäres Gehabe diskreditieren Studentenverbindungen, sondern auch ihr verfälschtes Geschichtsbild und -verständnis.
Geschichtsverfälschung wird von Korporierten nicht nur im Bezug auf ihre Beteiligung im Nationalsozialismus betrieben. Hier wird gerne behauptet Studentenverbindungen wären verboten worden (1). Auch die vorausgegangene Geschichte wird von Korporationen häufig verzerrt dargestellt.

DB-Gefallenenliste
aus dem Verbandsorgan der „Deutschen Burschenschaft“, den „Burschenschaftliche Blätter“

Die „große Mensur“ im Ersten Weltkrieg, der „Opfergang“ im Zweiten Weltkrieg oder der Freikorps-Einsatz sind seit Jahrzehnten positive Bezugspunkte nicht nur der, ohnehin sehr weit Rechtsaußen anzusiedelnden, Burschenschaften, sondern auch der anderen, teilweise eher liberalen und modernisierten Korporationen („Partyverbindungen“). Dieses Geschichtsbild wird scheinbar keinerlei kritischen Revision unterworfen, sondern nur tradiert und reproduziert. Wissenschaftliche Lektüre wird nur an den Stellen zitiert, an denen sie dem eigenen Geschichtsbild dienlich.

Mythos: Freikorps als Republik-Verteidiger
Die Beteiligung von Studenten, insbesondere aber von Verbindungsstudenten, an den rechtsradikalen Freikorps war enorm. Anfang der 1920er Jahre sollen 33% der deutschen Studenten Freikorps-Mitglieder gewesen sein. Nicht wenige Studentenverbindungen gliederten sich geschlossen in Freikorps-Verbände ein.
Diese Freikorps waren, wie unten ausgeführt, fast durchweg republikfeindlich, antidemokratisch und teilweise noch kaisertreu. Mit der Zeit wurden sie zusätzlich auch noch radikal-antisemitisch. Der Kampf gegen die Weimarer Republik wurde damit zum Kampf gegen „die Judenrepublik“.

Die Freikorps entstanden in Reaktion (im wahrsten Sinne des Wortes) rechter Kreise auf die Kriegsniederlage. In ihnen sammelten sich radikalisierte Militärs, Ex-Soldaten und paramilitärisch geschulte Angehörige der jüngeren Generation, die am Weltkrieg nicht mehr teilnehmen konnte, aber die Kriegspropaganda zur Gänze aufgesogen hatte („Generation des Unbedingten“). Ziel war es auf niedriger Ebene den Krieg gegen innere und äußere Feinde fortzusetzen. Dafür stellten sich 250-400.000 Freikorps-Angehörige nach dem Prinzip „der Feind meines Feindes ist mein Freund“ auch der gemäßigten SPD-Regierung zur Verfügung, die versuchte einen Weitergang der November-Revolution und soziale Unruhen zu unterdrücken. Als „Bluthunde“, so der SPD-Innenminister Gustav Noske („Meinetwegen! Einer muss der Bluthund werden“), wurden Freikorps gegen aufständische Arbeiter im Ruhrgebiet, in Thüringen oder gegen die bayrische Räterepublik losgelassen. Zusammen mit der Reichswehr praktizierten die Freikorps eine blutig-effektive Aufstandsbekämpfung, die über 5.000 Tote forderte. Die Aufständischen, darunter nur zum Teil Parteikommunisten, kämpften damals für eine gesellschaftliche Umverteilung und die Beibehaltung bzw. Einführung des basisdemokratischen Rätesystems. Wir sprechen hier ohnehin von einer KPD vor ihrer Bolschewisierung, die erst Mitte der 1920er einsetzte.

Der große Mythos, der nach 1945 von den Korporationen sorgsam gepflegt wird, ist die Behauptung, dass es sich bei den Freikorps um eine Art von Republik-Verteidigern gehandelt hätte. Das sahen die Freikorps selbst aber zu ihrer Zeit anders. Während vor 1933 bei den Freikorps die antibolschewistische Stoßrichtung betont wurde, werden den Freikorps erst posthum viel hehre Motive unterstellt.
Dabei handelte es sich in Wahrheit lediglich um ein zeitweiliges Zweckbündnisgegen zwischen Freikorps und der MSPD-Regierung gegen einen gemeinsamen Feind. Die Motive der Freikorps lagen nicht in der Verteidigung der Weimarer Demokratie, sondern in der Bekämpfung der „Roten“, „Spartakisten“ und „Bolschewisten“. Die Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg in Berlin durch Freikorps-Mitglieder war kein zufälliger Exzess (Die Leiche Luxemburgs wies 30 Tritte genagelter Schuhsohlen und 120 Kolbenhiebe auf.), sondern Ausdruck einer hasserfüllten Feindbild-Ideologie.
Das Bündnis zwischen Freikorps und Regierung war dabei sehr brüchig wie der Kapp-Lüttwitz-Putsch zeigte. Beim rechten und antidemokratischen Kapp-Putsch im Frühjahr 1920 waren Freikorps maßgeblich beteiligt.
Auch die anderen „Einsatzgebiete“ der Freikorps sprechen nicht für deren demokratisches Selbstverständnis. Gegen die Auswirkungen des „Versailler Vertrages“ bzw. die allgemeine Nachkriegsordnung kämpften Freikorps in Oberschlesien (1919-21) oder im Baltikum, wo 40.000 Freikorps-Mitglieder („Baltikumer“) 1919 eine Art „Privat-Feldzug“ gegen die „Roten“ führten. Im Baltikum wurden die Freikorps aus Deutschland bei ihrem antibolschewistischen Feldzug, unter dem auch die einheimische Bevölkerung der Letten und Esten litt, sogar von einem Freikorps unterstützt, dass sich aus Mitgliedern der deutschsprachigen Minderheit gebildet hatte. Dieses Freikorps nannte sich „Baltenregiment“ (1918-1920) und war eine in Estland aus Deutsch-Balten und Soldaten der sich auflösenden deutschen Truppen gebildete Freiwilligeneinheit. Sie rekrutierte sich laut dem entsprechenden Wikipedia-Eintrag zu einem großen Teil aus Corpsstudenten der Universität Tartu und des Rigaer Polytechnikum.

Nach der im Kapp-Lüttwitz-Putsch 1920 offenbar gewordenen Untreue der Freikorps zur jungen Republik wurden viele Verbände von der Regierung offiziell aufgelöst. Meist gruppierten sich diese „aufgelösten“ Verbände aber lediglich um und existierten im Untergrund weiter. Nicht wenige schlossen sich der so genannten „Schwarzen Reichswehr“ oder später der NSDAP-Schlägertruppe SA an. Die Entente hatte ja im Vertrag von Versailles die Mitgliederzahl der deutschen Armee auf 100.000 Mann begrenzt. Um diese Bestimmung zu unterlaufen wurde eine so genannte „Schwarze Reichswehr“ etabliert, die sich aus Wehrbünden, Freikorps und Veteranenverbänden zusammensetzte. Mit dieser Schattenarmee war der Grundstein zu einer größeren Armee, einer Angriffsarmee, gelegt. Denn deutsche Militärs planten bereits vor 1933 eine Revanche für den verlorenen Weltkrieg.

Zum Beispiel: Tübingen
Die Tübinger Studentenverbindungen „Guestphalia“, „Liechtenstein“, „Ghibellinia“, „Germania Tübingen“ und „Stuttgardia“ beteiligten sich nachweislich an zwei Freikorps-Einheiten („Tübinger Studenten Companie“). Insgesamt kam ein Bataillon mit 800 Mann zusammen, dass in eine „Schlossberg“- und in eine „Österberg“-Kompanie aufgeteilt wurde.

Stuttgardia Tübingen
die Tübinger Verbindung Stuttgardia beim Freikorps-Einsatz

Diese beiden Studenten-Kompanien waren zum Einsatz in Oberschlesien, in Stuttgart (April 1919), Augsburg, München (Mai 1919) und im Ruhrgebiet (März 1920). Mindestens bei dem „Einsatz“ in München pflasterten Leichen den Weg der Freikorps. Vom 30. April bis 4. Mai 1919 sind in München und Umgebung von den Regierungstruppen, darunter auch die Freikorps, etwa 500 Personen erschossen worden („auf der Flucht“ oder „in Notwehr“), unter ihnen auch 21 katholischen Gesellen. Amtlich registriert wurden nur 181, und zwar als „tödlich verunglückt“. Am 02.05.1919 ermorden Freikorpsmitglieder, darunter vermutlich auch Tübinger Verbindungsstudenten, in Gräfelfing (Bayern) 53 russische Kriegsgefangene.

Der Freikorps-Einsatz wird noch heute in den Verbandsblättern anerkennend erwähnt:

Die Generation 1920 – 1940 war von einem unbändigen Lebenswillen bestimmt. Er war herausgewachsen aus gekränktem Stolz eines verlorenen Krieges und aus dem Trotz einer zudiktierten alleinigen Kriegsschuld. Dieser Lebenswille – in der Notzeit der Inflation und Arbeitslosigkeit als Überlebenswille gesteigert – war getragen vom Geist der Freikorps und der Jugendbewegung. Er entartete im nationalsozialistischen Stolz und Übermut, der schließlich zutiefst stürzte.

Tübinger Blätter 49 – Dezember 2003, Organ des Wingolf Tübingen, Seite 11

Auch das Lied, das die Kriegsgeneration im Wingolf (die Leifamilie „Siegfried“) , nämlich Volkers Nachtgesang (E. Geibel) anstimmte, war längst verklungen: „Die lichten Sterne funkeln kalt und stumm – wohl finster ist die Stunde, doch hell ist Mut und Schwert …“ Mancher Wingolfit reihte sich damals ein in die Tübinger Studentenregimenter, die die junge Republik gegen den chaotischen Mob (München) sicherten (1919).

Tübinger Blätter 49 – Dezember 2003, Organ des Wingolf Tübingen, Seite 55

Trotzdem die Korporations-Studenten das beste Menschenmaterial für den SA-Dienst stellen und mit Begeisterung dabei sind, scheint man immer noch auf Mißtrauen zu stoßen. […] Die Kritik vergaß die Leistungen der Studenten-Bataillonen von Langenmarck und der Kompagnien, die sich nach dem Krieg in den Freikorps hervortaten, vergaß ferner, dass Horst Wessel Korps-Student und Walter Flex ein Burschenschafter war, vergaß endlich auch die Ähnlichkeit mit dem heutigen Gedankengut.

Dr. Fritz Veiel, Bundesleiter der Burschenschaft Germania zu Tübingen, in: „Sonderbericht an alle Philister, Inaktiven und Aktiven“, Februar 1934 (nach: Joachim Lang: achtzehn-achtundvierzig – ran, ran, ran!, in: Schwäbisches Tagblatt vom 10.09.1998)

Landsmannschaft Ghibellinia
Screenshot vom 03.05.2005

Zum Beispiel: Marburg
Auch in der Universitätsstadt Marburg schlossen sich Studenten, darunter wieder besonders Korporierte, als so genannte „Zeitfreiwillige“ der Reichswehr und den Freikorps an. Die Reichswehr hatte am 19. März 1920 dazu aufgerufen. In Teilen Deutschlands war nämlich der Generalstreik gegen den antidemokratischen Kapp-Lüttwitz-Putsch in weitergehende politische Forderungen (z.B. nach einer Umverteilung) umgeschlagen. Die MSPD-Regierung hatte Probleme die sozialen Proteste mit der Reichswehr gewaltsam einzudämmen. Die herbeigerufene Reichswehr versuchte mit Aufrufen Freiwillige zu mobilisieren, um ihre Reihen zu stärken.
In Marburg sollen 1.800 Studenten von insgesamt 4.000 dem Reichswehr-Aufruf gefolgt sein.
Bei dem Vormarsch dieser Einheiten in Thüringen kam es auch zu einem Kriegsverbrechen. In Mechterstädt, einem Dorf bei Gotha in Thüringen, wurden am 23. März 1920 15 Arbeiter durch das Marburger Studentenkorps „Hasso-Nassovia“ als „Rädelsführer“ verhaftet und am 25. März „auf der Flucht erschossen“. Als Folge wurden 14 an dem Massaker beteiligte Marburger Zeitfreiwillige angeklagt und in drei unterschiedlichen Verfahren freigesprochen. In den Richter-Sesseln saßen noch die dieselben Richter wie zu Kaisers Zeiten und damit Personen, die fast durchweg auf dem rechten Auge blind waren.

Dieses Massaker wird noch heute in dem Verbandsorgan der „Deutschen Burschenschaft“, den „Burschenschaftlichen Blättern“ apologetisch dargestellt. Der Autor Manfred Rudloff schreibt in der Ausgabe 3/1998: „Dabei kam es zu einer wilden Schießerei, bei der alle Gefangenen erschossen wurden.“ Alle 15 Gefangene sollen also bei einer „Schießerei“ erschossen worden sein. Niemand wurde nur verletzt, alle getötet. Mehr als unwahrscheinlich. Alles deutet vielmehr auf eine gezielte Hinrichtung hin.

Fazit
Freikorps gestern
Gestern

Freikorps heute
Heute (Screenshot von der Homepage der Burschenschaft Germania Hamburg)

Wer so sehr auf seine Traditionen pocht, muss sich auch an seiner Geschichte und seinem Geschichtsbild messen lassen.
Der nicht selten zu findende positive Bezug auf die rechtsradikalen Freikorps und ihre mörderischen Aktivitäten stellt ein eigenständiges Ideologie-Fragment korporierter Identität dar. Um diesen positiven Bezug auf ihre Freikorps-Geschichte zu legitimieren werden Freikorps entgegen den historischen Tatsachen als Republik-Verteidiger dargestellt. Dabei waren die Freikorps nicht die Verteidiger der Weimarer Demokratie, sondern ihre Totengräber. Dass zeigt sich an ihrem Verhalten während des Kapp-Lüttwitz-Putsches, während des November-Putsches in München oder auch in den Biografien vieler Freikorpsmitglieder, die nicht selten bei der SA endeten.

In gewissem Sinne ehrlicher, ist es, wenn sich die burschenschaftlichen Hardliner von der Danubia München lieber auf die nationalistische Tradition der Freikorps beziehen. Danuben tauchten nämlich regelmäßig bei den „Annaberg-Gedenkfeiern“ (2) der „Kameradschaft Freikorps und Bund Oberland“ auf dem Weinberg bei Schliersee auf. Das „Freikorps Oberland“ war gegen die bayrische Räterepublik zu Felde gezogen, hatte in Oberschlesien gewütet und hatte sich am Münchner Putschversuch der NSDAP 1923 beteiligt. Bei den „Annaberg-Gedenkfeiern“ am Schliersee käme wohl niemand auf die Idee sich auf Freikorps als Republik-Verteidiger zu berufen.

By R. Schwarzenberg

Anmerkungen
(1) Die Nationalsozialisten an den Hochschulen schlossen vor 1933 häufig Bündnisse mit den Korporierten und bedankten sich 1933 dann erst einmal mit der Aufhebung des Mensur-Verbotes. Später wurden die Korporationen als „Kameradschaften“ in den „Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund“ eingegliedert und das nur teilweise unter Zwang.
(2) Auf dem oberschlesischen Annaberg hatten deutsche Nationalisten gegen nationalistische polnische Aufständische gekämpft. Die Aufteilung Oberschlesiens an Polen und Deutschland stand bevor und jede Seite wollte für sich einen größtmöglichen Vorteil bei dieser Teilung erreichen.

Verwendete Literatur (Auswahl)
Manfred Rudloff (Germania Marburg): Marburger Zeitfreiwillige der Reichswehr 1920 im militärischen Einsatz in Tübingen, in: „Burschenschaftliche Blätter“ 3/1998, Seite 159

Bernhard Schroeter (Germania Jena): Leserbrief „Noch einmal Mechterstädt“, in: „Burschenschaftliche Blätter“ 4/1999, Seite 228-229

Klaus-Dieter Stefan: Blind wie zu Kaisers Zeiten, Ostberlin 1985, Seite 89-91

Ute Wiedhöft: Kontinuitäten korporierter Mentalitäten im ersten Weltkrieg, in: Hirschfeld, Gerhard / Krumeich, Gerd / Langewiesche, Dieter / Ullmann, Hans-Peter (Hg): Kriegserfahrungen. Studien zur Mentalitätsgeschichte des Ersten Weltkriegs, Essen, 1997

Sonderheft „Metzelsuppe“ des AK Clubhausia zum Einsatz des Tübinger Studentenbataillons in München 1919, http://clubhausia.fsrvv.de/?download=sonderheft_metzelsuppe.pdf

Dr. Bernhard Sauer: Freikorps und Nationalsozialismus, in: „Antifaschistisches Info-Blatt“ Nr. 81 – Jan/Febr-2009, Seite 39-43

Die Jungs von der HJ

Im Alter wird der Blick zurück auf die eigene Jugend milde. Erlebnisse von früher werden aufgebauscht, begangene Streiche aufgeblasen.
In den privaten Erzählungen der Großeltern aus der Flakhelfer/HJ/BdM-Generation kommt die Hitlerjugend (HJ) und der „Bund deutscher Mädel“ (BdM) nicht selten erstaunlich gut weg. Sie wird als eher unpolitische Institution beschrieben und in einer Art Lagerfeuerromantik verklärt.
Hinzu kommt eine allgemeine Relativierung und Verharmlosung der Nazi-Zeit. So kann die BILD 2005 dann auch titeln: „Ich war Hitlerjunge. Ich muss mich doch nicht schämen!“
Umrahmt war diese Titelseite von einigen Ehemaligen im Greisenalter.
BILDs.Hitlerjungen

Der, inzwischen verstorbene, Speer-Apologet Joachim Fest darf auch in der BILD seine Meinung zum Besten geben: „Hitlerjungen waren Kinder, keine Verbrecher.“
Fests.Hitlerjungen

Die HJ war aber kein geselliger Wanderverein oder gar eine braune FDJ, wie es einem die Totalitarismus-Theoretiker manchmal einreden wollen.

1933-43
Die HJ und der BdM waren Mittel der totalen Herrschaftssicherung. Sie dienten der vormilitärischen „Wehrertüchtigung“ (ab 1937 gab es auch Schießübungen), also der Vorbereitung auf den Krieg, und es wurden in beiden Organisationen politische und ideologische Inhalte vermittelt.
Seit dem 1. Dezember 1936 war die Mitgliedschaft für alle 10- bis 18- jährigen Jugendlichen obligatorisch.

Der ab 1934 eingeführte HJ-Streifendienst (später wird auch ein BDM-Streifendienst gebildet) war ein Unterdrückungsinstrument gegen Jugendbünde und Wandergruppen, gegen die anfänglich unpolitische Swing-Jugend oder gegen renitente Kirchengemeinden (besonders Katholiken). Die Hitlerjungen fungierten dabei als eine Art Hilfspolizei und entlastete dadurch die richtige Polizei. Immer war die HJ mit vorne dabei, wenn es galt ein paar Edelweißpiraten zu verprügeln oder Juden zu schikanieren.
Manche HJ-Gegner wurden „nur“ brutal zusammengeschlagen, andere der Gestapo übergeben, um nie wieder zurückzukehren.

1944/45
Die HJ war zu Teil auch an den so genannten „Kriegsendphase-Verbrechen“ beteiligt. In der Kriegsendphase wendete sich der Nazi-Terror verstärkt gegen kriegsunwilligen Teil der deutschen Bevölkerung. Aber auch die restlichen besetzten Gebiete waren weiterhin betroffen. Auch Hitlerjungen waren an diesem Terror beteiligt. Ein Beispiel hierfür sind die beiden 78jährigen, die als 16jährige in der besetzten Tschechei im April 1945 an einem Massaker an 63 Zivilisten beteiligt gewesen sein sollen. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit.

Doch nicht nur vereinzelt waren Hitlerjungen an Verbrechen beteiligt. Eine ganze Waffen-SS-Division, die 12. SS-Panzer-Division, rekrutierte sich größtenteils aus willigen Hitlerjungen.
Der HJ-Streifendienst wurde 1938 sogar insgesamt zu einer SS-Nachwuchsorganisation.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurden HJ-Mitglieder dann auch zum Dienst in Volkssturm-Einheiten verpflichtet. Im Osten wie im Westen wurden Hitlerjungen als letzte Reserve gegen die Front geworfen. Ausgerüstet mit Panzerfäusten sollten sie als so genannte Panzer-Jagdkommandos Panzer abschießen. Ein wahres Selbstmordkommando, was auf beiden Seiten Tote kostete und den Krieg weiter in die Länge zog.

Ganz am Ende des Krieges wurden Hitlerjungen von der NS-Führung angehalten als so genannte „Wehrwölfe“ Nazi-Partisanen zu spielen. Obwohl zahlenmäßig unbedeutent waren auch diese jungen hochgradig fanatisierten HJ-Wehrwölfe an Verbrechen beteiligt.
So wird beispielsweise wird am 20.04.1945, ein Tag nach der Befreiung durch französische Truppen, in Tübingen am dortigen Neckartor von Hitlerjungen, die dem „Wehrwolf-Aufruf“ folgen, ein Granatenanschlag verübt bei dem eine deutsche Zivilistin umkommt.

Nach Kriegsende fungieren nicht wenige Ex-HJ-Funktionäre als jüngere Altnazis und versuchten sogar, die HJ illegal weiter leben zu lassen, was aber weitgehend scheiterte. Auch wenn das Prinzip der HJ in der neonazistischen „Wiking-Jugend“ und nach deren Verbot in der „Heimattreuen Deutschen Jugend“ weiterzuleben scheint.

Fazit: Schuld und Sühne
Wie die oft zwangsrekrutierten Kindersoldaten heute sind Hitlerjungen sowohl Opfer wie auch Täter gewesen. Es wird in den Berichten über Kindersoldaten nämlich oft vergessen zu erwähnen, dass diese nicht selten an Massakern und Verstümmelungen direkt beteiligt sind.
Hitlerjungen waren, da hat Fest Recht, tatsächlich nicht alle Verbrecher, ABER die Hitlerjugend war eine verbrecherische Organisation und einige Hitlerjungen waren auch direkt an den Verbrechen des Regimes beteiligt.
Da sollte man zumindest nicht stolz auf der Titelseite einer Zeitung verkünden, dass man dabei war.
Die Schuld liegt aber weniger bei den Kindern, als mehr bei den Eltern. Die Deutschen opferten weitesgehend ohne Protest ihrem Führer ihren kostbarsten Besitz: Ihre Kinder.

Linktipp:
http://www.museenkoeln.de/ausstellungen/nsd_0404_edelweiss/db_inhalt.asp?L=53&C=284

Erwin Rommel: Des Teufels General

Wohl kaum einer von Hitlers Generälen wird bis heute derart verklärt und unkritisch betrachtet wie Erwin „der Wüstenfuchs“ Rommel (1891-1944).
Hier eine kleine Zusammenstellung der Schlechtigkeiten, die diese beliebte Namensikone von mehreren Bundeswehrkasernen beging.

Zu den militaristischen Friedenszeiten im 3. Reich war Rommel zuerst Ausbilder an der Dresdner Infanterieschule und leitete zusätzlich noch HJ-Ausbildungskurse, beteiligte sich also am paramilitärischen Training der Jugend.
Im Polenfeldzug und beim Überfall auf die CSSR war Rommel dann Kommandant des Führer-Hauptquartiers.

Kriegsverbrechen in Italien

Ab Herbst 1943 führte die Wehrmacht in Italien einen „schmutzigen“ Krieg. Am 23. September 1943 gab Rommel, der den ehemaligen italienischen Verbündeten überaus kritisch gegenüberstand, die Weisung:
„Irgendwelche sentimentalen Hemmungen des deutschen Soldaten gegenüber Badogliohörigen Banden in der Uniform des ehemaligen Waffnkameraden sind völlig unangebracht. Wer von diesen gegen den deutschen Soldaten kämpft, hat jedes Anrecht auf Schonung verloren und ist mit der Härte zu behandeln, die dem Gesindel gebührt, das plötzlich seine Waffen gegen seinen Freund wendet. Diese Auffassung muss beschleunigt Allgemeingut aller deutschen Truppen werden.“
Weisung von Rommel und Kesselring, herausgegeben am 23. September 1943 (Nach: Schreiber: 49-50)
Mit „Badogliohörigen Banden“ sind die italienischen Soldaten gemeint.

Unter Rommels Zuständigkeit wurden in mindestens zwei italienischen Dörfern Massaker begangen:
In Boves kam es am 19. September 1943 zur Ermordung von 24 Personen durch die SS-Leibstandarte „Adolf Hitler“.
In Caiazzo wurden im Oktober 1943 22 Zivilisten wegen „Hilfe für den Feind“ bei einer
durch den Wehrmachtsleutnant Lehniyk-Emden befehligten Aktion erschossen.
Später wurden unter der Zuständigkeit Kesselrings unter dem Deckmantel der Partisanenbekämpfung in Nord- und Mittelitalien zahllose weitere Massaker an der Zivilbevölkerung verübt.

Rund 1.070.000 entwaffnete italienische Soldaten wurden im Arbeitseinsatz für die Kriegswirtschaft zwangsverpflichtet. Rommels Befehl vom 1. Oktober 1943 hierzu:
„Dieser Krieg ist ein totaler Krieg. Soweit die Männer Italiens nicht mehr die Gelegenheit haben, mit der Waffe für die Freiheit und Ehre ihres Vaterlandes zu kämpfen, haben sie die Pflicht, ihre volle Arbeitskraft in diesem Kampf einzusetzen.“
(Nach: Giordano: 315)
Die von den von Rommel nach Italiens Wechsel auf alliierte Seite gefangen genommenen italienischen Soldaten wurden als so genannte „Italienische Militärinternierten“ (IMI) für erzwungene Sklavenarbeit eingesetzt. Mindestens 20.000 dieser Zwangsarbeiter starben an den Folgen. Bis heute wurden übrigens die Überlebenden dieser Tortur von der Bundesregierung nicht entschädigt.

Kriegsverbrechen in Nordafrika
Rommel ist heute noch berühmt für seinen Aufenthalt in Nordafrika.
Weniger bekannt ist und erst vor kurzem in dem Buch „Halbmond und Hakenkreuz“ offen gelegt, ist dass Rommel eine Einsatzgruppe im Gepäck, die 5 Monate die tunesischen Juden terrorisierte und dafür vorgesehen war mit Hilfe der Bevölkerung die Juden in Palästina zu ermorden, so wie es Einsatzgruppen im Osten taten.
Für die antisemitische Mobilisierung der Einheimischen war u. a. Konstantin von Neurath zuständig. Neurath war Verbindungsoffizier des Auswärtigen Amtes beim Afrikakorps und betrieb mit der Propagandakompanie des Korps massive antisemitische Hetze und versuchte so die arabische Bevölkerung Ägyptens für die Deutschen einzunehmen.
Obwohl durch britische Erfolge Rommel Palästina nie erreichte büßten 2.500 tunesische Juden die kurze deutsche Besetzung mit ihrem Leben. Allein nach der Eroberung des Judenviertels von Benghazi 1942 und der Deportation von mehr als 2000 Juden durch die Wüste starben ein Fünftel (vgl. Eussner).

Dass ein solcher Mann, Hitlers Lieblingsgeneral, zum Widerstandskämpfer und Vorbild gemacht wird ist unverständlich. Für den Widerstand von Rommel gibt es keinerlei Beleg, er war Hitler sogar so treu, dass er dessen Anweisung Selbstmord zu begehen mit hündischer Treue befolgte.

by R. Schwarzenberg

Verwendete Literatur (u. a.)
Gudrun Eussner: Tunesiens Juden, 11. Oktober 2003, http://www.eussner.net/artikel_2004-03-16_00-10-27.html

Ralph Giordano: Die Traditionslüge, Köln 2000, Seite 314-318

Klaus-Michael Mallmann / Martin Cüppers: Halbmond und Hakenkreuz. Das „Dritte Reich“, die Araber und Palästina

Ulrich Sander: Szenen einer Nähe. Das große Rechtsum bei der Bundeswehr, Köln 1998, Seite 87-91

Gerhard Schreiber: Deutsche Kriegsverbrechen in Italien, München 1996

Gerhard Schreiber: Wie war das alles möglich?. Eine Betrachtung zu den Ursachen von Kriegsverbrechen; http://www.resistenza.de/content/view/66/82/

Subhas Chandra Bose: Des Teufels General

Viele Kinder, deren Eltern aktiv in den Nationalsozialismus verstrickt waren, verspüren das seltsame Bedürfnis ihre Eltern entlasten und verteidigen zu müssen. Als gelte es zu beweisen, dass diese nicht böse und damit auch außerstande waren „das böse Gen“ an ihre Nachkommen weiterzugeben.
So erfahren wir von den Speer-Sprößlingen, dass der Vater lediglich ein Künstler war und das „Onkel Hitler“ gerne Mickymaus-Filme anschaute.
Anita Pfaff (*1942), Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete, macht anscheinend bei solcherlei Familien-Geschichts-Relativierung keine Ausnahme. Das obwohl Frau Pfaff ihren Vater nie bewusst kennen lernte. Denn Frau Pfaffs Vater, der Indische Freiheitskämpfer Subhas Chandra Bose (1897-1945), fuhr kurz nach ihrer Geburt nach Japan um dort, protegiert vom aggressiv imperialistischen Japanischen Reich, zu versuchen in der britischen Kolonie Indien einzumarschieren.
Doch Bose ging nicht nur ein Bündnis mit der expansionistischen Großmacht Japan ein.
Vorher arbeitete er bereits mit dem nationalsozialistischen Deutschland auf das Engste zusammen.
Schon früh liebäugelte Bose, genannt Netaji („Führer“), mit totalitären und autokratischen Regierungen in Europa.
Bereits während seiner früheren Europa-Aufenthalte 1933 bis 1936 hatte Bose in den undemokratischen Regimes von Italien, Österreich und Deutschland Kontakt zu Mitarbeitern (L. Martin: 10) des Auswärtigen Amtes aufgenommen. Schon zu dieser Zeit entwickelte er Sympathien für den faschistischen Diktator Mussolini und trat mit diesem in Kontakt (ebenda). Ein Termin mit Hitler kam trotz Boses Bemühungen nicht zustande.
In einem 1934 verfassten Buch („The Indian Struggle“) propagiert Bose eine Mischung aus Sozialismus und Faschismus und – damit verbunden – Militarismus und Wehrhaftigkeit der Jugend in Form einer militärischen Ausbildung (ebenda), war also durchaus vom Faschismus beeinflußt. Später relativierte Bose zwar wieder diese Forderung, aber eine geistige Nähe zum Faschismus blieb (ebenda). Die Schuld für den von Italien ausgehenden Eroberungskrieg in Äthiopien gab er beispielsweise den Briten (ebenda). Boses späteres Bündnis mit den Achsenmächten Italien, Deutschland und Japan war mehr als ein reines Zweckbündnis.
Im Dezember des Jahres 1938 traf sich Bose zu Gesprächen mit deutschen Regierungs-Vertretern in Bombay (L. Martin: 11).
Ein Jahr später sprach sich Bose „vom Standpunkt des nationalen Selbstinteresses“ (nach L. Martin: 11) gegen eine Aufnahme der verfolgten Juden in Indien aus.
In einem Artikel im März 1940 äußerte sich Bose bewundernd über den Nationalsozialismus (ebenda). Ein Rassist aber war Bose nie, er beschwerte sich sogar über die Diskriminierung von Indern in Deutschland (L. Günther: 21). Allerdings auch nur über diese.
Bose flüchtete im Frühjahr 1941 aus seinem britischen Hausarrest in Indien nach Berlin. Hier beteiligte er sich mit deutscher Genehmigung und Hilfe an anti-britischer Propaganda und dem Aufbau einer indischen Einheit, zumeist aus gefangen genommenen britisch-indischen Kolonialsoldaten. Diese Einheit sollte sich bei der Eroberung Indiens nach dem Vorstoß der Wehrmacht über den Kaukasus beteiligen. Diesen Bemühungen lagen reale machtpolitische Überlegungen zu Grunde, es ging den Nationalsozialisten nämlich darum den strategisch wichtigen Rohstoff- und auch Soldatennachschub (besonders Gurkhas aus Nepal) für Großbritannien aus Indien abzuschneiden.
Am 27. Mai 1942 erhielt Bose sogar eine Audienz bei Hitler.
Himmler&Bose
BILD: Himmler und Bose im Gespräch
Die in Deutschland von bzw. mit Bose angeworbene militärische Einheit verblieb auch nach dessen Fahrt nach Japan in Deutschland. Sie war nicht nur auf Bose, sondern auch auf Hitler eingeschworen. Zuerst der Wehrmacht unterstellt wurde sie später ein Teil der Waffen-SS und war an Kriegsverbrechen im besetzten Frankreich beteiligt.
Auch im Machtbereich des japanischen Kaiserreiches baute Bose eine Kollaborations-Einheit auf, die auf den Seiten der Japaner kämpfte. Während die japanische Kolonialmacht also in Korea und China wütet tragen Boses Truppen (80.000 Mann), so erfolglos sie militärisch auch waren, dazu bei den Krieg zu verlängern und die Japaner zu entlasten.
Ghandi und Nehru, die anderen großen Ikonen des indischen Freiheitskampfes zeigten mit ihrer Absage an ein Bündnis mit den Achsenmächte klar, dass es auch anders ging. Sie erkannten den Unterschied zwischen dem liberalen und (im Ursprungsland) demokratischen Imperialismus Englands und dem totalitären Faschismus Großbritanniens und handelten danach (L. Martin: 12). Die beiden dürften sich keine Illusionen gemacht haben und in Japan und Deutschland nur einen anderen zukünftigen Kolonialherren, nicht aber einen selbstlosen Unterstützer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, gesehen haben. Letzteres dürfte auch Bose durchaus bewusst gewesen sein. Schließlich protestierte er auch gegen einen Absatz von Hitlers „Mein Kampf“, weil diese den Engländern Indien zusprach. Trotzdem wurde Bose auch aus opportunistischen Erwägungen zu einem „Freiheitskämpfer“ von Deutschlands und Japans Gnaden.
Wie sehr Bose seinen Unterstützern untertänig war zeigt sich auch daran, dass er im Oktober 1943 nicht nur den Krieg gegen England, sondern auch gegen die USA, erklärte, obwohl diese um die indischen Unabhängigkeit kaum etwas zu tun hatte.
Boses, durchaus begründeter, doch blinder und grenzenloser Hass auf England trieb ihn dazu sich mit den destruktiven Kräften der Barbarei einzulassen. Er war auf eigenen Willen des Teufels General. Kein Wunder, dass da die ultrarechte Wochenpostille einen Jubel-Artikel auf Bose verfasste (a).
Dies zu verschweigen, zu verharmlosen und zu relativieren geschieht, wenn man eine Veranstaltung zu Bose mit dem Titel „“Subhas Chandra Bose“ Ein moderner und weitsichtiger Politiker der indischen Unabhängigkeitskämpfe“ (b) anbietet, wie es Frau Pfaff am 22. Juni 19 Uhr an der Universität München in einem Seminar anscheinend tat. Der Titel lässt schon erkennen, dass man hier mit einem sehr selektiven Blick auf Bose dessen Rolle in der Geschichte positivieren will.
Zudem darf man, auch mit Blick auf frühere Aussagen Frau Pfaffs zu ihrem Vater, ihre notwendige wissenschaftliche Objektivität und Distanz zu dem Forschungsgegenstand stark anzweifeln. Hier wird das Private zum Politischen gemacht.

by R. Schwarzenberg
[29.11.2006]

ANMERKUNGEN
(a) Siehe: Thomas Hartenfels: Der dritte Mann, in: Junge Freiheit, 28/03 04. Juli 2003; http://www.jf-archiv.de/archiv03/283yy52.htm
(b) Siehe: http://www.fs.lmu.de/indologie/termine/sb, eingesehen am 10.06.2006

VERWENDETE LITERATUR:

Robert Deininger: Mit Gandhi hatte er ein Ziel, aber den anderen Weg, in: Augsburger Volkszeitung vom 19. August 2000
www.uk-muenchen.de/berichte/reportagen_bose.htm

Urmila Goel: Die indische Legion. Ein Stück deutsche Geschichte, 2003;
www.urmila.de/UDG/Biblio/legion.html

Lothar Günther: Von Indien nach Annaburg, Berlin 2003, u.a. Seite 9-26
(sehr unkritischer Beitrag zu Bose)

Jan Kuhlmann: Subhas Chandra Bose und die Indienpolitik der Achsenmächte, 2006, S. 227 – 229

Lou Martin: Der Feind des Feindes, in: iz3w Nr. 291 – März 2006, Seite 10-13

Selina Nayyar: Netaji Subhas Chandra Bose – „Jai Hind!“, 3/2004;
www.indien-netzwerk.de/navigation/landleute/artikel/netaji-deu.htm

Recherche International e.V.: „Unsere Opfer zählen nicht“ – die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg, Berlin/Hamburg 2005, Seite 255-60 und 269-74

Jochen Reinert: „“Netaji“ Boses Pakt mit dem Teufel“, erschienen in der Tageszeitung „Neues Deutschland“ in der Ausgabe vom 16. Juli 2003;
www.suedasien.net/themen/geschichte/netaji_bose.htm

Frank V. Seidel: Die Kollaboration, Herbig-Verlag, Berlin 1995, Seite 263-68